Erklärung-ETF

Altersvorsorge mit Exchange Traded Funds

ETFs und private Rentenversicherungen

ETFs haben den unschlagbaren Vorteil, dass Sie von Vornherein wissen, wie hoch die Kosten sind. Bei einem DAX-Sparplan fallen jährlich nur Managementgebühren in Höhe von durchschnittlich 0,15 Prozent an. Der ETF-Sparplan an sich ist bei einigen ausgewählten Anbietern völlig kostenfrei.

Ganz anders verhält es sich bei privaten Rentenversicherungen und Kapitallebensversicherungen. Allein die Verwaltungskosten verschlingen zwischen 10 und 20 Prozent. Wer in den ersten Jahren kündigt, verliert oft mehr als die Hälfte der eingezahlten Beiträge, denn der so genannte Rückkaufwert ist sehr niedrig. Einen ETF-Sparplan hingegen können Sie innerhalb von Minuten wieder problemlos auflösen.

ETFs und Immobilien

Immobilien sind ein solider Sachwert. Dennoch sollten Sie auch die Risiken beachten. Wenn Sie ein Haus auf dem Land haben, ist es sehr schwer, es zu einem vernünftigen Preis zu veräußern, falls Sie beispielsweise pflegebedürftig werden oder altersbedingt in eine Stadtwohnung ziehen müssen. Je älter das Haus ist, desto schneller steigen die Ausgaben für die Instandhaltung und zahlreiche Renovierungen. Durch die Energieeinsparverordnung sind die Auflagen für eine energetische Sanierung sehr hoch und teuer. Bei vermieteten Wohnungen als Kapitalanlage haben Sie häufig Ärger mit den Mietern, und die Rendite ist angesichts der gestiegenen Immobilienpreise in Ballungszentren wie München, Frankfurt oder Hamburg spärlich.

Bei einem ETF-Sparplan können Sie jederzeit flexibel handeln und sich im Zweifelsfall später eine weitere Immobilie zulegen.

ETFs und Einlagen (Sparbücher, Banksparpläne, Tagesgeldkonten)

Die Zinsen steigen zwar wieder, aber immer noch ist das Niveau so niedrig, dass es kaum die Inflation ausgleicht. Langfristig können Sie mit diesen Anlageformen Ihre Altersvorsorge nicht ausreichend absichern. Sie sollten darüber hinaus bedenken, dass Sie mit diesen Anlagen Ihrer Bank Geld leihen und dann von deren Zahlungsfähigkeit abhängig sind. Die Bank bietet Ihnen niedrige Erträge, verlangt aber von den Kunden für Überziehungskredite Zinsen von weit über zehn Prozent.

Bei einem ETF-Sparplan auf den DAX konnten Sie in den vergangenen Jahrzehnten im Durchschnitt ein jährliches Plus von mehr als acht Prozent erzielen.

Zusammengefasst: Mit ETFs können Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen möchten. Sie können jederzeit Änderungen vornehmen oder den Sparplan auflösen. Sie kennen genau die Kosten und erzielen eine akzeptable Rendite. ETFs sind geschütztes Sondervermögen – auch wenn die Bank insolvent wird, gehören die ETFs weiterhin Ihnen.