Franklin Templeton Investment

Franklin Templeton Investment

George A. Russell (rechts), Franklin Templeton Investment referierte über die aktuelle Börsenstimmung in den USA.

in dieser Woche war George A. Russell, Institutional Portfolio Manager des Franklin US-Aktien-Teams, bei uns in Wien auf dem „Fondsprofessionell Kongress“ zu Gast. In den Meetings ging er neben detaillierten Einzeltitelstorys und der Einschätzung des Fondsmanagementteams zur wirtschaftlichen Lage der USA auch auf einige Verhaltensmuster institutioneller Investoren ein.
Bereits seit letztem Jahr ist das Team um George A. Russell gegenüber der US-Wirtschaft sehr positiv eingestellt, was zuletzt mit beeindruckenden Zahlen belegt wurde.

Die Konjunkturdaten weisen seit geraumer Zeit deutliche Verbesserungen auf. Allein im letzten Quartal ist die Wirtschaft des Landes auf das Jahr hochgerechnet wieder um knapp drei Prozent gewachsen. Ein treibender Faktor ist die steigende Zahl der Erwerbstätigen. So sank die Arbeitslosenquote seit ihrem Hoch Ende 2010 von gut 10% auf aktuelle 8,3 %. Haupttreiber steigender Beschäftigungszahlen ist unter anderem die Tatsache, dass die US-Unternehmen derzeit Rekordgewinne einfahren und wieder Personal einstellen. Allein unsere größte Einzeltitelposition innerhalb des Franklin U.S. Opportunities Fund*, Apple Inc., welche wir seit 2003 mit unterschiedlichen Gewichtungen im Bestand halten, wies im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von über 25 Mrd. USD aus. Insgesamt summiert sich der Cash-Bestand in der Zwischenzeit auf rund 100 Mrd. USD, wovon ca. 37 Mrd. USD in den USA liegen. Bei einer kürzlich stattgefunden Dinner Speech äußerte sich CEO Tim Cook zwar nicht direkt über eine mögliche Dividendenzahlung, sprach jedoch davon, dass man das strategische Ziel von 100 Mrd. USD Cash-Bestand erreicht habe.
Positiver Nebenaspekt steigender Beschäftigungszahlen ist das daraus folgende Konsumverhalten der US-Bürger. So befinden sich die realen Konsumausgaben mit aktuell knapp 9,5 Bio. USD auf ihrem Allzeithoch.
Weitere Aspekte des neuerlichen Aufschwungs sind teils gesunkene Lohnstückkosten, was ein weiteres Outsourcing nach Asien aufgrund der dort steigenden Löhne immer unrentabler erscheinen lässt, sowie die Tatsache, dass die USA immer weniger Energie importieren müssen. Grund hierfür sind unter anderem ausgeweitete Bohrtätigkeiten im Golf von Mexiko und neue Ölexplorationsmöglichkeiten (Stichwort Öl-Schiefer). Beide Aspekte haben zur Folge, dass bereits die ersten US-Konzerne Produktionsstandorte aus Asien abziehen und sie wieder im Inland aufbauen.
Alles in allem also sehr erfreuliche Rahmenbedingungen für die US-Wirtschaft und ihre Konzerne.

Angesprochen auf mögliche Risiken für den wirtschaftlichen Aufschwung und die US-Aktienmärkte verwies er sofort auf den sich wieder zuspitzenden Iran-Konflikt sowie die anhaltende europäische Schuldenkrise. Sofern es hier allerdings nicht zu einer deutlichen Eskalation kommt, wovon man aktuell ausgehe, sei das Potenzial für deutliche Kursrückschläge relativ niedrig.
Hierfür gib es seiner Meinung nach zwei wesentliche Faktoren: Zum einen haben die großen Zentralbanken Unmengen von Geld in die Märkte gepumpt, was zu einer entsprechenden Stabilisierung führen sollte, und zum anderen halten institutionelle Investoren in Europa und den USA enorme Cash-Bestände. Letztere haben in den vergangenen beiden Jahren über 3 Bio. USD aus Aktienmärkten abgezogen und müssen jetzt feststellen, dass sie ihre eigenen jährlichen Rentabilitätsvorgaben von teils 7%-8% an den Rentenmärkten aktuell nicht erzielen können. Hieraus resultierend wächst der Druck auf die jeweiligen Geldverwalter. Daher ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese wieder beginnen, in den Märkten zu investieren. Spannend ist hier jedoch der Aspekt, dass es scheinbar zwei Lager gibt. Während die einen bereits nach einem Rückgang von 5% wieder in die Märkte investieren möchten, sind die anderen etwas vorsichtiger und planen erst bei 10% Rückgang ihre Investitionen anzufahren. Interessant wird allerdings sein, wie sie jeweils reagieren, wenn ihr Rückgangsszenario nicht eintritt.

Dank unseres Firmensitzes im Herzen von Silicon Valley haben wir während der vergangenen Jahre sehr enge Beziehungen zu den Unternehmenslenkern der hier beheimateten Unternehmen aufbauen können. Dies bietet uns gerade im Bereich des Stock-Pickings von Wachstumstiteln einen entscheidenden Vorteil gegenüber zahlreichen Mitbewerbern. Das frühe Investment in Unternehmen wie Apple oder Google ist hier nur ein kleiner Beleg dafür. Trotz dieser Nähe zum technologischen Epizentrum finden wir auch in anderen, teils langweilig und scheinbar wachstumsschwach anmutenden Bereichen lukrative Einzeltitel. So haben wir uns vor kurzem an einer Eisenbahnlinie beteiligt. Diese verbindet im Gegenzug zu den bekannten Linien nicht den Osten mit dem Westen sondern den Süden mit dem Norden, beginnend in Mexiko. Die große Wachstumsstärke ist hier vor allem der Schienengüterverkehr aus Mexiko in die großen Zentren Kaliforniens. Denn im Gegensatz zum LKW-Verkehr kommt es hier nur zu einer Zolldeklaration. Dies spart Zeit und Kosten im Vergleich zum Straßentransport, bei dem die Waren an der Grenze von einem mexikanischen Truck in einen amerikanischen Truck umgeladen und verzollt werden müssen.
Ihr Sales Team
Franklin Templeton Austria GmbH

Franklin U.S. Opportunities Fund (0799)

Anlageziel dieses Fonds ist das Kapitalwachstum. Der Fonds investiert vorwiegend in Beteiligungspapiere von US-Unternehmen, die ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial und eine steigende Rentabilität im Vergleich zur Gesamtwirtschaft aufweisen.
Die 5 größten Branchen
Software & Dienste 14,9%
Hardware & Ausrüstung 12,9%
Energie 10,5%
Investitionsgüter 9,5%
Pharma, Biotechnologie & Life Sciences 8,9%